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In Thailand gelten seit dem 1. Januar 1992 Gesetze für die Umsatzbesteuerung, die den deutschen im Grundsatz sehr ähnlich sind. Das thailändische Recht kennt, genau wie das deutsche, auch das System der Netto-Allphasen-Umsatzsteuer mit Vorsteuerabzug. Steuerobjekt ist jeder Umsatz eines Unternehmens. Steuersubjekt ist jedes Unternehmen mit Ausnahme der Betriebe, die einen Jahresumsatz unter 600.000 Baht erzielen. Diese nehmen nicht am Umsatzsteuersystem teil. Erzielen Unternehmen einen Jahresumsatz zwischen 660.001 und 1.200.000 Baht, können sie pauschal 1,5% des Umsatzes an die Steuerbehörden abführen. Es besteht hier also ein Wahlrecht.

Da durch Pauschalbesteuerung die Umsatzbesteuerung für das Unternehmen abgegolten ist, ist es hier nicht gestattet, Rechnungen mit Umsatzsteuernachweis auszustellen. Weist ein Unternehmen sowohl steuerpflichtige wie auch steuerfreie Umsätze aus, so werden alle Umsätze der Umsatzsteuer unterworfen. Eine Aufteilung darf also nicht erfolgen.

Von der Umsatzsteuer befreit sind

  • Exporte

  • Dienstleistungen, die in Thailand für im Ausland wohnende Personen geleistet werden

  • internationaler Flug- und Seetransport der von thailändischen juristischen Personen erfolgt

  • ausländische juristische Personen, sofern dieses Recht auch thailändischen juristischen Personen im betreffenden ausländischen Staat zusteht.

Ebenfalls umsatzsteuerfrei ist

  • der Verkauf von Gütern oder Dienstleistungen an Staatsbetriebe oder staatliche Unternehmen unter ausländischen Darlehens- oder Beihilferegelungen

  • der Verkauf von Gütern oder Dienstleistungen an ausländische Botschaften und Konsulate

  • der Verkauf von Gütern oder Dienstleistungen zwischen Zollgutlagern sowie zwischen Betrieben in Exportverarbeitungszonen

Hierbei handelt es sich um Leistungen, die dem sogenannten Nullsteuersatz unterliegen. Ein Vorsteuerabzug ist hierbei aber möglich.


Sonderbefreit von der Umsatzsteuer sind

  • der Verkauf und die Einfuhr landwirtschaftlicher Produkte, Nutzvieh und landwirtschaftlicher Produktionsfaktoren, wie z.B. Kunstdünger oder Futter

  • der Verkauf und die Einfuhr veröffentlichter Publikationen oder Bücher

  • Rechnungsprüfungsdienste

  • Rechtsdienstleistungen

  • Gesundheitsdienstleistungen

  • kulturelle und religiöse Dienstleistungen

  • Ausbildungsdienstleistungen

  • der Verkauf von Gütern, die durch königliche Anordnung dazu bestimmt sind

  • Güter, die von Einfuhrgebühren gemäß des Gesetzes der Industrie-Gelände-Behörde steuerbefreit sind

  • der nationale und internationale Transport (Flug- und Seefahrtgesellschaften nicht inbegriffen)


Hierbei handelt es sich um Umsätze, die erst gar nicht unter das Umsatzsteuergesetz fallen, bei denen also auch kein Vorsteuerabzug möglich ist.

Der Steuersatz beträgt zur Zeit 7%. Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer ist der Netto-Umsatz, bei Importeuren der Cost-Insurance-Fright-Preis zuzüglich Zollgebühren und eventuelle andere anfallenden Steuern.

Damit ein Vorsteuerabzug vorgenommen werden kann, muss die eingegangene Rechnung besondere Vorschriften erfüllen. Folgende Daten müssen aus dem Belegen hervorgehen

  • Voller Name und vollständige Adresse des Verkäufers

  • Steuerbetrag (separat ausgewiesen)

  • Steuernummer des Ausstellers

Vom Vorsteuerabzug gänzlich ausgeschlossen sind unter anderem Ausgaben für Reisespesen, Ausgaben für PKW (beispielsweise Treibstoff) und zum Teil auch Ausgaben für LKW. Außerdem ist zu beachten, dass Belege nur in dem Monat abziehbar sind, in welchem sie erstellt wurden. Oft kommt es aufgrund dieser Anforderung dazu, dass die Steuerbehörde die Anerkennung der Belege zum Vorsteuerabzug ablehnt.

Die Umsatzsteuer muss monatlich bezahlt werden und wird wie folgt berechnet:

Geschuldete Steuer aus erbrachten Leistungen

abzüglich Vorsteuer aus eingegangenen Rechnungen ist der zu bezahlender Betrag.

Die Steuer ist spätestens 15 Tage nach jedem Monatsende anzumelden und zu bezahlen. Im Falle eines Vorsteuerüberhanges erfolgt eine Auszahlung oder die Verrechnung mit Umsatzsteuer im Folgemonat. Bei Unternehmen, die hauptsächlich exportieren und somit hohe Vorsteuerüberhänge haben, prüft das Steueramt den Erstattungsbetrag sehr gründlich nach. Aufgrund dessen erhalten die Unternehmen die Erstattung, wenn überhaupt, sehr spät. Dies hängt, genauso wie die strengen Vorschriften zum Vorsteuerabzug, damit zusammen, dass in Thailand umfangreiche Umsatzsteuerbetrügereien stattgefunden haben. Die Unternehmen haben sich durch den Abzug von fingierten Vorsteuerbeträgen und die daraus resultierende Erstattung des Vorsteuerüberhanges, zinslose Kredite verschafft. Die Regierung hat dem nun einen Riegel vorgeschoben.

In Thailand existieren Vorschriften zur Festsetzung einer Strafe einerseits für die verspätete Abgabe der Umsatzsteuermeldung und anderseits für die verspätete Zahlung der angemeldeten Steuer. Wird die Meldung bis zu sieben Tage verspätet abgegeben, bedeutet dies eine Strafe von 300 Baht. Bei einer noch späteren Abgabe erhöht sich der Betrag auf 500 Baht. Für die verspätete Zahlung der Steuern wird grundsätzlich eine Strafe festgesezt, die doppelt so hoch ist wie der angemeldete Betrag. So will man dem oben angesprochenem Umsatzsteuerbetrug entgegenwirken.

Eine Ministerialverordnung besagt jedoch, dass eine geringere Strafe im Ermessen des Finanzamtes liegt. Die Strafe kann reduziert werden. Befindet sich ein Unternehmen in Zahlungsschwierigkeiten, ist es durchaus üblich, dass es sich mit dem Finanzamt in Verbindung setzt um die Lage zu erläutern und eine mildere Strafe auszuhandeln.


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