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Großbritannien setzt sich in der EU nachdrücklich für eine marktwirtschaftliche Ausrichtung und eine Stärkung des EU-Binnenmarktes ein. Das internationale Eintreten der Regierung für offene Märkte geht mit einem hohen Anteil ausländischer Investitionen in die britische Wirtschaft einher. Sozialstaatliche Elemente sind am deutlichsten sichtbar im Gesundheitswesen, das in staatlicher Regie geführt wird ("National Health Service", NHS).

Die 13-jährige Regierungszeit von Labour war durch Investitionen in den Ausbau der öffentlichen Dienstleistungen (NHS, Bildungs- und Erziehungswesen, Verkehrsinfrastruktur) bestimmt. Die seit Mai 2010 amtierende Regierung aus Konservativen und Liberaldemokraten räumt angebotsorientierten Wirtschaftsreformen, der Rückführung der Staatsquote und der Reduzierung des Haushaltsdefizits oberste Priorität ein. Schulen, Gesundheitswesen und entwicklungspolitische Zusammenarbeit bleiben dabei von Kürzungen verschont.

Ein vergleichsweise hoher Anteil des Bruttoinlandsprodukts Großbritanniens wird im Servicebereich erwirtschaftet (77 Prozent), wobei hier wiederum dem Finanzsektor eine entscheidende Rolle zukommt, dessen Ausdehnung maßgeblich durch umfangreiche Deregulierungsmaßnahmen gefördert worden war. Die britische Regierung strebt eine sektoral und regional ausgewogenere Wirtschaftsstruktur an („economic rebalancing“) und betreibt dazu eine aktivere Industrie- und Exportförderpolitik.

In Hochtechnologiebranchen wie Telekommunikation, Informationstechnik, Biotechnologie, Pharma- und Chemieindustrie sowie beim Fahrzeugbau, in der Rüstungstechnologie und in der Elektrotechnik hat das Land eine gute internationale Wettbewerbsposition. Insgesamt macht das produzierende Gewerbe jedoch nur einen Anteil von derzeit 16 Prozent des BIP aus.

Aktuelle Wirtschaftslage

Die Finanzkrise hat sich nachhaltig negativ auf die längerfristige Entwicklung von Wirtschaft und öffentlichen Haushalten in Großbritannien ausgewirkt. Einem Einbruch um 4,0 Prozent 2009 folgte zwar eine leichte Erholung, Ende 2011 aber erneut der Rückfall in die Rezession. Die britische Wirtschaft tut sich weiter schwer, auf den Wachstumspfad zurückzufinden. 2012 wurde nur ein minimales Wachstum von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt. In der Summe liegt die Wirtschaftsleistung des Landes immer noch unter dem Stand vor Beginn der Finanzkrise 2008.

Trotz eines strikten Konsolidierungskurses der konservativ-liberalen Regierungskoalition lag das Haushaltsdefizit im Haushaltsjahr 2012 bei 6,3 Prozent des BIP liegen, nachdem vier Jahre zuvor ein Rekordminus von mehr als 11 Prozent zu verzeichnen war. Die Staatsverschuldung wird trotz eines umfangreichen Sparprogramms bis zum Haushaltsjahr 2015/16 voraussichtlich auf über 100 Prozent des BIP steigen, nachdem sie 2007/08 noch bei ca. 43 Prozent gelegen hatte. Erst ab 2017 wird nach derzeitiger Prognoselage ein fallender Schuldenstand angenommen.

Der Leitzinssatz der Bank of England steht seit März 2009 auf dem historischen Tiefstand von 0,5 Prozent. Mit einem Ankaufprogramm im Volumen von bisher 375 Milliarden Pfund, vor allem für britische Staatsanleihen („Quantitative Easing“) soll das langfristige Zinsniveau tendenziell gedrückt, die Vermögenspreise stabilisiert und die Wirtschaftsaktivität stimuliert werden. Das Programm war in Anbetracht der stagnierenden britischen Wirtschaft im Oktober 2011 wieder aufgenommen und zuletzt im Juli 2012 ausgeweitet worden, seine Wirksamkeit als Stimulator wird aber zunehmend in Zweifel gezogen. Eine weitere Aufstockung des Programms in der ersten Jahreshälfte 2012 wird mehrheitlich erwartet. Die Inflationsrate lag im Juni 2013 mit 2,9 Prozent nach wie vor oberhalb des Inflationsziels der Bank of England (2 Prozent).

 

 

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