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Basierend auf dieser durch die Rechtsprechung des EuGH forcierten Entwicklung kristallisiert sich heraus, dass es eine Freiheit innerhalb der EU für die Wahl von Gesellschaftsformen gibt, die die einzelnen Mitgliedstaaten nicht ungerechtfertigt einschränken dürfen. Die SE ist nicht allein die einzige Rechtsform, die als grenzüberschreitende international anerkannte Gesellschaft, immer die am besten geeignete Rechtsform ist. Durch die Rechtsprechung des EuGH hinsichtlich der Verwendung von bereits bestehenden europäischen Kapitalgesellschaften (z.B. der Ltd. als Kapitalgesellschaft nach englischem Recht), besteht innerhalb Europas eine Vielzahl von Alternativen. Diese Botschaft ist nun auch beim deutschen Gesetzgeber angekommen. Die Renovierung des GmbH-Gesetzes durch das „MoMiG“ dient insbesondere der Aufnahme ausländischer Kapitalgesellschaften in Deutschland, insbesondere im Insolvenzgesetz wurden Regelungen geschaffen.

Daneben sind weitere europäische Gesellschaftsformen auf dem Vormarsch: Mit der Verordnung (EG) Nr. 1435/2003 des Rates der Europäischen Union vom 22. Juli 2003 über das Statut der Europäischen Genossenschaft (SCE) wurde die Rechtsgrundlage für die Gründung einer Europäischen Genossenschaft geschaffen. Die Verordnung gilt seit dem 18. August 2006 unmittelbar in jedem Mitgliedstaat und bedarf keiner gesonderter nationaler Umsetzungsakte. Die SCE unterliegt, soweit die VO keine speziellen Regelungen enthält, den jeweiligen nationalen Vorschriften des Sitzstaates - in Deutschland sind dies das SCE-Ausführungsgesetz SCE-AG, das (reformierte) deutsche Genossenschaftsgesetz und das Handelsgesetzbuch.

Bereits im Jahre 1998 hatte die Industrie- und Handelskammer zu Paris (Chambre de commerce et d’industrie de Paris) einen Entwurf für eine Verordnung zur Einführung einer Europäischen Privatgesellschaft (Société Privée Européenne - SPE bzw. European private Company) vorgelegt. Die Notwendigkeit einer solchen Europäischen Gesellschaft wurde darin gesehen, dass die SE (Europäische Aktiengesellschaft) für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) als zu groß empfunden wurde. Die Europäische Privatgesellschaft (EPG) sollte konzipiert werden für die grenzüberschreitende europäische Tätigkeit solcher kleineren und mittleren Unternehmen, denen damit ebenso wie den großen Gesellschaften durch die SE die Möglichkeit des Wettbewerbs im europäischen Raum eröffnet werden soll. Im Februar 2007 nahm das Europäische Parlament eine Entschließung an, in der die Europäische Kommission aufgefordert wurde, ein einheitliches Statut für die Europäische Privatgesellschaft zu erarbeiten. Im Sommer 2007 hat die Europäische Kommission in einer öffentlichen Konsultation gefragt, wie das geplante Statut für die Europäische Privatgesellschaft aus inhaltlicher Sicht beschaffen sein sollte. Am 3. Oktober 2007 verkündete Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy, bis Mitte 2008 in Vorlage zu gehen und das Gesetzgebungsverfahren in Gang zu setzen. Im Rahmen der vorbereitenden Arbeiten für einen Vorschlag über ein Statut für die SPE veranstaltet die EU-Kommission am 10. März 2008 eine eintägige Konferenz zur SPE in Brüssel.

Seit dem Jahre 1993 liegt dem Rat ein (geänderter) Vorschlag der Kommission für eine Verordnung über das Statut des Europäischen Vereins vor. Ziel des Vorschlags ist die Einführung eines europäischen Statuts, das es den Vereinen und den Stiftungen erlaubt, im Gebiet der Gemeinschaft tätig zu werden, indem den Vereinen angemessene rechtliche Instrumente zur Verfügung gestellt werden.

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