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Abschreibungen

Gem. Secs. 167(a) und 168 IRC werden Abschreibungen auf die im Rahmen einer Erwerbs- oder Geschäftstätigkeit genutzten materiellen Wirtschaftsgüter als deductions gewährt. Bemessungsgrundlage für Abschreibungen ist gem. Sec. 167(c)(l) IRC der fortgeführte steuerliche Buchwert des jeweiligen Wirtschaftsguts i.S.d. Sec. 1011 IRC. Es werden zwei Abschreibungssysteme unterschieden.

Gem. Sec. 168 IRC werden Abschreibungen grundsätzlich nach dem Modified Accelerated Cost Recovery System (MACRS) bemessen. Bewegliche Wirtschaftsgüter werden dabei gem. Sec. 168(e)(1) IRC zunächst in verschiedene Klassen (property classes) eingeteilt. Bei unbeweglichen Wirtschaftsgütern wird zwischen privatem Grundbesitz (residential rental property) und gewerblichem Grundbesitz (nonresidential real property) unterschieden. Aufgrund der Thematik ist lediglich der gewerbliche Grundbesitz von Bedeutung. Jeder Klasse werden Abschreibungsmethoden und eine Übereinkunft über den fiktiven Anschaffungs-, Herstellungs- oder Veräußerungszeitpunkt während des Jahres (accounting convention) zugewiesen.

Die Abschreibungsmethode declining balance (DB) nach Sec. 168(b)(1) und (2) IRC stellt eine degressive Abschreibungsmethode dar, bei der die Abschreibungsbemessungsgrundlage mit einem festen Prozentsatz multipliziert wird und sich jeweils um die vorgenommenen Abschreibungen reduziert. Der degressive Abschreibungssatz entspricht bei „200 % DB“ dem doppelten und bei „150 % DB“ dem 1,5-fachen linearen Abschreibungssatz zum Zeitpunkt der Anschaffung bzw. Herstellung. Es ist zu beachten, dass gem. Sec. 168(b)(1)(B) IRC zur linearen Abschreibung übergegangen wird, sobald diese für den Steuerpflichtigen günstiger ist. Bewegliche Wirtschaftsgüter werden gem. Sec. 168(b)(1) IRC grundsätzlich nach DB abgeschrieben. Gem. Sec. 168(b)(3)(D) IRC kann aber für die lineare Abschreibung optiert werden. Gewerblicher Grundbesitz wird gem. Sec. 168(b)(3) IRC linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer ergibt sich gem. Sec. 168(c) IRC aus der Klassifizierung. So hat gewerblicher Grundbesitz bspw. eine Abschreibungsdauer von 39 Jahren. Die beweglichen Wirtschaftsgüter werden entsprechend ihrer Jahresklasse abgeschrieben, d.h. 5-year property wird bspw. über 5 Jahre abgeschrieben.

Bewegliche Wirtschaftsgüter gelten gem. Sec. 168(d)(1) IRC grundsätzlich als zur Jahresmitte angeschafft, hergestellt bzw. veräußert. Gem. Sec. 168(d)(3) IRC ist aber von einer Anschaffung, Herstellung oder Veräußerung zur Quartalsmitte auszugehen, wenn mehr als 40 % - gemessen am steuerlichen Buchwert - der beweglichen Wirtschaftsgüter im vierten Quartal angeschafft oder hergestellt worden sind. Bei unbeweglichen Wirtschaftsgütern wird gem. Sec. 168(d)(2) IRC eine Anschaffung, Herstellung oder Veräußerung zur Monatsmitte angenommen.

Beispiel:

Die Blackwater Corp. kaufte im März 2001 zehn Pkw. Die Anschaffungskosten betrugen 29.000 US-$ je Pkw. Neben den Pkw hat die Blackwater Corp. in 2001 keine weiteren beweglichen Wirtschaftsgüter erworben.

Pkw haben eine Abschreibungsdauer von fünf Jahren und können nach MACRS linear oder degressiv mit „150 % DB“ bzw. „200 % DB“ abgeschrieben werden. Die Blackwater Corp. entscheidet sich für „200 % DB“, wobei sie zur linearen Abschreibung übergeht, wenn diese zu höheren Abschreibungsbeträgen führt. Es ergibt sich für steuerliche Zwecke somit folgender Abschreibungsplan:

Jahr                Methode                    Bemessungsgrundlage     AfA-Satz        AfA-Betrag

2001               „200 % DB“                           290.000 US-$           20%                58.000 US-$

2002               „200 % DB“                           232.000 US-$           40%                92.800 US-$

2003               „200 % DB“                           139.200 US-$           40%                55.680 US-$

2004               „200 % DB“                             83.520 US-$           40%                33.408 US-$

2005               linear                                       50.112 US-$           67%                33.408 US-$

2006               linear                                       50.112 US-$           33%                16.704 US-$

 

Da die 10 Pkw im März 2001 angeschafft worden sind, gelten sie für steuerliche Abschreibungszwecke als zum 1. Juli 2001 als angeschafft. Im Jahr 2005 wird zur linearen Abschreibung übergegangen, weil die lineare Abschreibung des verbleibenden steuerlichen Buchwerts zu diesem Zeitpunkt vorteilhaft ist.

Für im Ausland gelegene Wirtschaftsgüter ist MACRS gem. Sec. 168(g)(1)(A) IRC allerdings nicht anwendbar. Deren Abschreibungsbeträge bemessen sich nach dem alternativen Abschreibungssystem (Alternative Depreciation System [ADS]). Zudem kann gem. Sec. 168(g)(7) IRC auch für im Inland gelegene Wirtschaftsgüter für die Anwendung von ADS optiert werden. Unter ADS ist die Abschreibungsdauer meistens länger, und als Abschreibungsmethode ist gem. Sec. 168(g)(2)(A) IRC die lineare Abschreibung vorgesehen.

Zur Schaffung von Investitionsanreizen nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wurde vom Gesetzgeber mit Sec. 168(k) IRC für bestimmte Wirtschaftsgüter eine Sonderabschreibung i.H.v. 30 % im ersten Jahr der Anschaffung oder Herstellung gewährt. Diese Sonderabschreibung mindert den steuerlichen Buchwert der betroffenen Wirtschaftsgüter gem. Sec. 168(k)(1)(B) IRC vor Bemessung der regulären Abschreibungen. Gem. Sec. 168(k)(2)(A) IRC darf die Abschreibungsdauer 20 Jahre nicht überschreiten, und gem. Sec. 168(k)(2)(C)(i) IRC dürfen die Wirtschaftsgüter nicht im Ausland belegen sein. Daneben muss es sich gem. Sec. 168(k)(2)(A) IRC um Wirtschaftsgüter handeln, die nach dem 10. September 2001, aber vor dem 1. Januar 2005 angeschafft worden sind oder mit deren Herstellung in diesem Zeitraum begonnen worden ist und die vor dem 1. Januar 2005 bzw. bei Wirtschaftsgütern mit längeren Produktionszeiten i.S.d. Sec. 168(k)(2)(B) IRC vor dem 1. Januar 2006 vom Steuerpflichtigen in Betrieb genommen werden. Dies gilt nur, wenn nicht bereits vor dem 11. September 2001 ein schriftlicher Vertrag zur Anschaffung oder Herstellung der Wirtschaftsgüter bestanden hat. Für Wirtschaftsgüter, die erst nach dem 5. Mai 2003 angeschafft worden sind oder mit deren Herstellung erst nach dem 5. Mai 2003 begonnen worden ist, erhöht sich die Sonderabschreibung gem. Sec. 168(k)(4) IRC auf 50 %. Steuerpflichtige sind nicht dazu verpflichtet, diese Sonderabschreibung in Anspruch zu nehmen, sondern können gem. Sec. 168(k)(2)(C)(iii) IRC für die Nichtanwendung optieren.

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